Das Mobiltelefon der Zukunft

Wie könnte nun das Mobiltelefon der Zukunft aussehen? Darüber machen sich nicht nur Experten Gedanken. Auch in Zeitschriften wie Chip haben sich damit beschäftigt und zeigen neue Entwicklungen auf.

Klein, aber fein

Das Handy hat sich von seiner ursprünglichen Schokoriegelgröße zu einem Minicomputer im Hosentaschenformat entwickelt. Heute fordern viele Anwendungen, die auf dem Smartphone möglich sind, größere Bildschirme. Auf diese Entwicklung werden sich die Hersteller langsam einstellen müssen.

Samsung ist bereits so weit und entwickelt derzeit ein Handy mit einem faltbaren Display. Dabei handelt es sich um ein Handy, das über einen zusammengefalteten Bildschirm verfügt. Dieser kann bei Bedarf ausgeklappt werden und hat dann die Größe eines Tablet-PCs. Auf diesem Display können bis zu drei verschiedene Apps gleichzeitig bearbeitet werden. Bereits im nächsten Jahr könnte dieses Mobiltelefon auf den Markt kommen.

Eine zweite Komponente, an der man schon eifrig arbeitet, ist der Superakku. Er soll bis zu hundert Tage ununterbrochen Strom für das Handy liefern.

Vielleicht könnte auch die Fotovoltaik ihren Beitrag zum Handy der Zukunft leisten. Es müsste gelingen, Solarzellen herzustellen, die klein sind, aber genügend Energie liefern, um damit ein Smartphone mit Strom zu versorgen. Damit würde das ständige Aufladen des Akkus entfallen. Das Handy der Zukunft würde sich ganz von selbst aufladen, wenn genügend Licht vorhanden ist.

Das Mobiltelefon im Alltag

Heute spielt das Mobiltelefon im Alltag eine wichtige Rolle. Einer aktuellen Statistik zufolge nutzen weltweit bereits fünf Milliarden Menschen Mobiltelefone.

Fluch oder Segen?

Die meisten Nutzer profitieren von der Verwendung ihres Smartphones oder Handys. Doch es gibt auch Schattenseiten. Viele Menschen fühlen sich ohne ihr Handy nicht mehr wohl in ihrer Haut. Psychologen haben dafür den Begriff Nomophobie kreiert. Dieser Begriff bezeichnet die sogenannte No-mobile-phone-Phobie.

Das Handy spielt nicht nur als Telefon eine Rolle, sondern es kann heute auch für den bargeldlosen Zahlungsverkehr genutzt werden. Darüber hinaus bietet es die Möglichkeit, Spiele zu spielen und damit Wartezeiten kurzweiliger zu gestalten.

Durch Smartphones hat man auch eine ständige Zugriffsmöglichkeit auf das Internet, in dem man nach dringend benötigten Informationen suchen kann. Vor allem für die Geschäftswelt ist das heutzutage von großer Bedeutung. Daneben kann ein Handy auch Leben retten. Wer verunfallt, kann damit rasch Hilfe holen.

Auch die zwischenmenschliche Kommunikation kann durch den Gebrauch des Handys verstärkt werden. Ob die sprachliche Qualität durch die Anwendung von SMS oder anderen Kurznachrichten leidet, bleibt unter Experten noch umstritten. Manche sehen darin die Gefahr, dass die Sprache verkümmert. Andere wiederum sehen ein Weiterentwicklungspotenzial.

Gefahren durch Software

Handys bergen auch Gefahren in sich. Das betrifft in erster Linie die Software. Ein modernes Smartphone ist mit einem herkömmlichen Computer vergleichbar. Softwarefehler oder Viren und Trojaner können auch hier Schaden anrichten.

Das Betriebssystem als Gefahrenquelle

Die größte Gefahrenquelle bei Smartphones geht vor allem vom Betriebssystem selbst aus. Bei Computern laufen Virenschutzprogramme stets im Hintergrund. Bei den Handysystemen ist das jedoch nicht der Fall. Rein technisch wäre zwar auch hier ein effektiver Virenschutz möglich, doch der hohe Energieverbrauch spricht dagegen. Der Akku wäre in zu kurzer Zeit aufgebraucht. In der Regel sind jene Betriebssysteme am meisten von Schadsoftware betroffen, die am meisten verbreitet sind. Schützen kann man sich, indem man die Zugriffsrechte heruntergeladener Apps einschränkt. Auch die Installation eines Virenschutzprogramms ist auf dem Smartphone durchaus möglich. Dies scheitert nicht unbedingt an den technischen Voraussetzungen, sondern an der Gleichgültigkeit der Handybesitzer. Die meisten, die über ein Handy verfügen, sehen dieses als Telefon an und nicht als Minicomputer. Deshalb ist hier Aufklärung notwendig. Die Handyhersteller könnten dabei mit einer eingeblendeten Sicherheitsinformation hilfreich zur Seite stehen. Viele Produzenten wollen mit dieser Maßnahme jedoch nichts zu tun haben, um Kunden bei Kauf eines Smartphones nicht zu verunsichern.

Derzeit ist die Zahl der Schadsoftware auf Smartphones eher gering. Trotzdem gibt es in der Onlinesicherheit Lücken. Vor allem Android ist von Schadsoftware am häufigsten betroffen, da hier der Marktanteil am höchsten liegt und Hacker dadurch am meisten profitieren. Schadprogramme werden zumeist durch den Download von Apps auf das Handy geladen. Auch Spiele, die gratis angeboten werden, können Schadsoftware enthalten. Der beste Schutz ist also, sich genau zu überlegen, welche Anwenderprogramme man auf sein eigenes Handy lädt und welche nicht.

Die veränderte Telefonwelt

In Deutschland ist es nun rund zwanzig Jahre her, dass der Telefonmarkt für alle Anbieter freigegeben wurde. Davor gab es sechs unterschiedliche Tarife beim Telefonieren. Die Kosten für das Telefonieren waren sowohl von der Dauer und dem Ziel des Anrufs als auch von der Anrufzeit abhängig. Erst durch die Liberalisierung wurden neue Tarife eingeführt.

Vom Festnetz zum Mobilfunk

Vor einigen Jahrzehnten telefonierte man noch mit Festnetzanschlüssen. Der Telefonhörer war damals noch mit einem Kabel an das Telefon angeschlossen. Pro Haushalt gab es maximal einen Telefonanschluss. Beim Telefonieren war man ortsgebunden, und wenn niemand zu Hause war, erreichte der Anruf niemanden. Erst durch die Erfindung des automatischen Anrufbeantworters konnten Nachrichten hinterlassen werden.

Heute besitzt fast jeder ein Handy. Handys sind zu nützlichen Begleitern geworden. Jeder ist jederzeit erreichbar und auf dem Handy kann man auch sehen, wer angerufen hat. Dies war bei den Festnetzanschlüssen nicht möglich. Heute erfüllen das Handy und das Smartphone auch Zusatzfunktionen, wie das Surfen im Internet. Das Telefon ist zu einem Universalwerkzeug geworden. Einen Vorteil besitzt das Handy gegenüber einem Festnetzanschluss. Man kann es jederzeit ausschalten. Und auch in der Kriminologie spielt das Handy eine Rolle, beispielsweise bei der Ortung von flüchtigen Straftätern.