Netzbetreiber in Deutschland

Die Mobilfunkanbieter stellen das Netz bereit, in dem man telefonieren oder im Internet surfen kann. Zumeist verfügen diese Anbieter auch über ein eigenes Netzwerk. Manche Anbieter nutzen das Netz anderer großer Mobilfunkgesellschaften. Insgesamt stellt sich der Markt in Deutschland umfangreich dar.

Die drei Großen

Seit der letzten Unternehmensfusion gibt es in Deutschland drei große Anbieter von Mobilfunknetzen sowie Internet. Dazu gehören die deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica. Diese Gesellschaften verfügen jeweils über ein eigenes Netz. Dazu kommen noch zahlreiche kleinere Mobilfunkanbieter. Mittlerweile gibt es davon mehr als 30 in Deutschland.

Vodafone ist das derzeit größte Netz. Das Angebot dieses Netzbetreibers ist relativ breit und bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Tarifmodelle an. Darunter finden sich Tarife für Studenten oder Senioren.

Der zweitgrößte Anbieter ist Telefónica. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in München. Es verfügt mittlerweile über mehr als 50 Millionen Kunden. Darunter sind 48 Millionen Mobilfunkkunden. An dritter Stelle steht die Telekom mit rund 42 Millionen Mobilfunkkunden.

Insgesamt vereinen die drei größten Anbieter somit über 140 Millionen Mobilfunkverträge auf sich.

Deutschlands Mobiltelefonie

Was den Erlös pro Mobilfunkkunden anbelangt, so liegt Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern noch nicht an der Spitze. Der Erlös pro Mobilfunkkunde liegt pro Monat bei rund 25 Euro. In Österreich verzeichnet man einen Erlös von 35 Euro pro Kunde und Monat. Bei den Marktanteilen teilen sich die drei großen Anbieter den Kuchen. Führend ist dabei T-Mobile mit einem Marktanteil von 30,3, gefolgt von Vodafone mit 29,7 und Telefónica mit 25,6 Prozent. Die übrigen Marktanteile teilen sich kleinere reine Mobilfunkanbieter. Darunter fallen auch die neuen Mobilfunkdiscounter. Sie verfügen über kein eigenes Netz.

Neben den drei großen Anbietern gibt es noch drei weitere Konzerne, die sich auf den Mobilfunk spezialisiert haben. Dazu zählen Freenet, Drillisch und United Internet. Mit rund 13 Millionen Verträgen ist dabei die Freenet AG führend, gefolgt von der United Internet AG mit rund 2,6 Millionen Anschlüssen und Drillisch mit rund zwei Millionen Nutzern. Diese Mobilfunkanbieter haben verschiedene Tarifmodelle im Programm, die auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten sind. Manche sprechen vor allem ein jüngeres Publikum an, während andere sich an Gelegenheitstelefonierer richten. Da diese drei Provider über kein eigenes Netz verfügen, nutzen sie die Netze der drei großen Anbieter.

Wie bei den meisten Märkten, so treten auch im Mobilfunkmarkt immer wieder neue Anbieter auf, während alte verschwinden oder miteinander unter einem anderen Namen fusionieren. In den letzten Jahren haben sich beispielsweise die drei Anbieter Frischfunk, Freely Mobile und Telosaar vom Markt verabschiedet. Aufgrund der rasanten Entwicklung auf dem Mobilfunksektor ist auch in Zukunft mit weiteren neuen Anbietern zu rechnen. Immerhin besitzt jeder Deutsche statistisch betrachtet eineinhalb Handyverträge. Auch Jugendliche und Kinder nutzen Mobiltelefone und es werden immer mehr. Ein Ende dieser Aufwärtsentwicklung ist derzeit noch nicht absehbar.

Die Smartphone-Trends 2019

Es gibt kaum einen Markt, auf dem in so kurzer Zeit so viele technische Neuerungen Eingang halten wie bei Mobiltelefonen. Wenn man sich gerade das neueste Modell gekauft hat, hört man schon wieder von einem neuen Feature und hat das Gefühl, dem Trend hinterherzuhinken. Wir haben uns angesehen, welches die größten Trends für das Jahr 2019 sind.

Faltbares Telefon

Wir kennen es noch aus den 1990er Jahren, das klappbare Mobiltelefon. Das faltbare Telefon der neuesten Generation hat aber keine Klappe, sondern der gesamte Bildschirm ist zusammenfaltbar. Somit entsteht ein Smartphone, das sich aufgefaltet zu einem Tablet entwickelt. Erstmals brachten dieses sogenannte Smartlet der Hersteller Samsung und das Startup Royole auf den Markt. Natürlich arbeiten aber auch die anderen Mobiltelefon-Riesen fieberhaft an der Entwicklung von Smartlets.

Mehrere Objektive

Eine Kamera ist schon lange nicht mehr genug, immerhin bietet Huawai bereits in den letzten Versionen vier Linsen auf der Rückseite an. Nun gilt es für die anderen Hersteller, nachzuziehen. Den Schuh mit den meisten Kameras zieht sich Nokia an, das neueste Modell gibt es bereits mit fünf Hauptkameras.

Der Lautsprecher ist im Bildschirm

Bei Fernsehgeräten hat Sony bereits vor zwei Jahren bewiesen, dass es möglich ist, in OLED-Displays Lautsprecher zu integrieren. Diese spannende Technologie soll nun auch auf Smartphones umgesetzt werden. Dadurch wird erstens Platz gespart, andererseits wird der Fokus noch mehr auf das Display gelegt.

Neue Form von Akkus

Die immer größer werdende Leistungsfähigkeit von Smartphones bringt Lithium-Ionen an ihre Grenzen. So wird eifrig an der Entwicklung neuer Energieträger gearbeitet. Einerseits wird daran geforscht, mit einem neuen Keramikwerkstoff eine höhere Energiedichte und eine geringere Anfälligkeit gegen Temperaturschwankungen zu erreichen. Andererseits versucht man, mit neuen Prozessoren, wie dies beispielsweise die „Qualcomms Highend-Chipsätzte Snapdragon 855“ sind, weniger Energie bei gleichbleibender Leistung zu verbrauchen.

Integrierter Fingerabdruckscanner am Bildschirm

Die ersten Smartphones zeigen es bereits vor, dass kein separater Fingerabdruck-Scanner mehr notwendig ist. Eine neue Technologie, die bereits in den letzten Huawai-Modellen eingebaut ist, misst mittels Ultraschall den Fingerabdruck.

Kompatibilität mit 5G-Netz

LTE oder 4G wird von 5G abgelöst. Dadurch sollen ein noch schnellerer Datendurchsatz und viel kürzere Reaktionszeiten erreicht werden. Noch ringen einige Länder um die Standards in 5G. Jedoch ist jetzt schon klar, dass zumindest am Beginn 5G vor allem auf die Infrastruktur der heutigen LTE aufgebaut wird.

Notch ade

Der Notch, womit die Ausbuchtung für die Frontkamera am oberen Bildschirmrand gemeint ist, wird bald der Vergangenheit angehören. Denn das Ziel aller Hersteller ist ein vollständig rahmenloser Bildschirm. Erreicht sollte das werden, indem es im Display eine Art Loch gibt, hinter dem sich die Kamera verbirgt. Die ersten angekündigten Geräte mit dem sogenannten Loch kommen von Huawai mit dem Nova 4, von Samsung mit dem Galaxy A8s und von Honor mit dem 10 Lite.

Bauarten von Mobiltelefonen

Die Bauart von Handys kann sich grundlegend unterscheiden. Zu den am meisten verbreiteten Varianten gehören die sogenannten Candybar-Handys. Der Name kommt von der Ähnlichkeit der Telefonform mit einem Schokoriegel. Dazu zählen beispielsweise das Nokia 7110 oder das Siemens S25.

Eine weitere gängige Form bildet das Klapphandy. Dabei ist der Deckel durch ein Scharnier mit dem eigentlichen Telefon verbunden. Am Deckel ist zudem das Display angebracht. Beispiele dafür finden sich unter vielen Samsung-Handys, wie dem Samsung GT-C3520 oder dem Modell E 1150i.

Touchphones

Am beliebtesten sind heute wohl die Touchphones. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass die Anwenderprogramme und auch die Wähltastatur mit nur einem Fingertipp bedient werden können. Durch die Berührung des Displays wird die Oberflächenspannung des Glases verändert. Dadurch wird ein elektrischer Impuls ausgelöst. Der Nachteil dabei ist jedoch, dass man versehentlich auf die falschen Stellen tippen kann. Das erste Handy mit Touchscreen wurde bereits im Jahr 1992 auf den Markt gebracht. Durchgesetzt hat sich diese Technologie aber erst in den letzten zehn Jahren.

Andere Bauformen, wie Solarmobiltelefone oder Telefone am Handgelenk, sind derzeit noch nicht verbreitet. Vor allem bei der Solartechnologie wird noch zu wenig Energie produziert, um damit lange Gesprächszeiten zu ermöglichen.

Geschichte der Mobiltelefone

Vorstellungen über eine mögliche Mobiltelefonie finden sich bereits in der Literatur Anfang des 20. Jahrhunderts. Einige Schriftsteller, darunter auch Erich Kästner, beschrieben in ihren Geschichten tragbare Telefone. Den ersten Mobilfunkdienst gab es 1926 in den Zügen der Deutschen Reichsbahn, die zwischen Berlin und Hamburg verkehrten. Dort wurden Passagieren der 1. Klasse Mobiltelefone zur Verfügung gestellt. Die ersten brauchbaren mobilen Telefone waren Autotelefone, die schon ab 1958 in Deutschland Verwendung fanden. Durch die eingebauten Vakuumröhren waren diese Telefone allerdings noch recht groß. Mit der Einführung der Transistortechnologie änderte sich dies und die mobilen Geräte konnten in privaten Pkws verwendet werden. Allerdings kostete ein derartiges Mobiltelefon so viel, wie ein halbes Auto. Dadurch hielt sich die Verbreitung dieser Geräte in Grenzen.

Vom Hundsknochen zum Smartphone

Die eigentliche Geschichte des Mobiltelefons beginnt erst im Jahr 1983, als das Unternehmen Motorola das erste brauchbare tragbare Telefon auf den Markt brachte. Das „Dynatac“, liebevoll auch „Hundsknochen“ genannt, war relativ schwer und unhandlich. Das Kürzel stand dabei für „Dynamic Adaptive Total Area Coverage“. Das Gerät hatte ein Gewicht von 789 Gramm und war 33 x 4,5 x 8,9 Zentimeter groß. Die Kosten dafür beliefen sich umgerechnet auf 9.000 Euro.

Im Jahr 1996 brachte ebenfalls Motorola ein neues Mobiltelefon auf den Markt. Dieses war wesentlich kleiner und handlicher. Das StarTac war das erste Klapphandy und wog rund 100 Gramm.

1994 wurde schließlich der SMS-Dienst ins Leben gerufen. Kurz darauf veröffentlichte die Firma Nokia ihr neues Produkt 9000 Communicator. Mit diesem Gerät konnte man nicht nur telefonieren, sondern auch SMS versenden und faxen.

Die Geburt des Smartphones

In Japan folgte 1999 mit der Entwicklung von Mobiltelefonen, die mit einer integrierten Kamera versehen waren, der nächste Schritt. Mit der Einführung des Nokia 3210 verschwand auch die externe Antenne bei den Handys. Dieses Handy erreichte in Deutschland fast schon Kultstatus. Außerdem integrierte man in diesem Mobiltelefon auch ein Computerspiel, das ebenfalls für Begeisterung bei den Konsumenten sorgte. Durch die Weiterentwicklung der digitalen Fotografie wurde es möglich, alle Handys mit Kameras zu versehen. Damit war das Smartphone geboren.

Im Jahr 2007 präsentierte die Firma Apple das erste iPhone. Mit dieser Erfindung wurden Computer und Telefon miteinander kombiniert. Damit war das Telefonieren eigentlich nur mehr eine von vielen Funktionen, die ein modernes Handy bot.

Inzwischen bieten Smartphones die Möglichkeit zu fotografieren, SMS zu versenden, im Internet zu surfen. Es ist mittlerweile zu einem Taschencomputer geworden, der von nahezu allen Generationen verwendet wird.

Durch die Computerfunktionen des Smartphones verlangt der Markt jedoch zunehmend wieder größere Displays. Apple hat sich auf diese Entwicklung bereits eingestellt. Experten arbeiteten bereits vor einigen Jahren an der Entwicklung neuer externen Displays. Dazu gehörte auch die Datenbrille Google Glass. Diese wurde 2015 jedoch wieder vom Markt genommen.

Betriebssysteme

Ursprünglich arbeiteten die Handys mit einem einzigen Betriebssystem. Später entwickelten sich das Hauptbetriebssystem und das Baseband-Betriebssystem. Letzteres übernimmt die Kommunikationsfunktionen des Handys. Auf dem Hauptbetriebssystem finden sich hingegen die Nutzeranwendungen. Während der Basbeandprozessor im Hintergrund arbeitet, findet sich das Basebandsystem extra auf dem Smartphone und wird zumeist von einem eigenen Hersteller erzeugt.

Verschiedene Betriebssysteme

Zu den gängigsten und heute am meisten verbreiteten Betriebssystemen bei Smartphones gehören die Systeme Android und iOS.

Android ist ein mobiles Betriebssystem auf Linuxbasis. Dieses wurde von Google initiiert und ist mit den Diensten von Google verbunden. Android hat sich mittlerweile zu einem der führenden Systeme für Mobiltelefone entwickelt und wird ständig weiterentwickelt. Bei Android können Inhalte aus dem Internet schnell und einfach auf das Handy überspielt werden. Zudem kann Android auch mit individuellen Benutzeroberflächen versehen werden. Der Systemanbieter besticht überdies mit einem großen Angebot an Spielen. Im sogenannten Google Playstore werden unzählige Spiele angeboten, die man auf das Handy laden kann. Bis heute gibt es rund drei Millionen verschiedener Apps. Darunter finden sich auch zahlreiche kostenlose Downloads.

Das Betriebssystem iOS wurde von Apple entwickelt und hat sich inzwischen auf dem Markt als führendes System bei Handys und Smartphones durchgesetzt. Entwickelt wurde es für das iPhone, das iPad und das iPad touch. iOS wird nur auf den Geräten von Apple verwendet und nicht für andere Hersteller lizenziert. Das iOS-System ist vor allem für Touchscreens optimiert. Fast alle Anwendungen können auf dem Touchscreen geöffnet und geschlossen werden. Das vereinfacht die Bedienung des Smartphones.

Auf den Markt gebracht wurde das System erstmals im Jahr 2007. Seit damals wurden ständig neue Versionen veröffentlicht. Die neueste unter ihnen ist die Version 12.1. Sie erschien im Oktober 2018.

Andere Systeme

Daneben existiert noch eine Reihe anderer Betriebssysteme, die ebenfalls auf Smartphones zum Einsatz kommen. Dazu zählen Windows, Blackberry oder Limo. Die Betriebssysteme von Windows werden allerdings nicht nur auf Smartphones eingesetzt, sondern in erster Linie auch auf Tablets oder gewöhnlichen PCs. Das System Limo ist kaum bekannt. Limo wurde ursprünglich nur auf wenigen Smartphones installiert und ist mittlerweile mit dem System Tizen verschmolzen worden. Tizen wird vor allem auf Geräten im asiatischen Markt verwendet. Das Betriebssystem ist noch nahezu unbekannt, könnte sich aber dennoch in den nächsten Jahren auf dem Markt behaupten. Bei Tizen steht vor allem die neueste Version von HTML 5 im Mittelpunkt der Anwendung.

Mobiltelefontarife

Bereits über 130 Millionen Mobiltelefone sind in Deutschland angemeldet, bei knapp 83 Millionen Einwohnern. Durch die Vielzahl an verschiedenen Mobilfunkanbietern gibt es auch entsprechend viele unterschiedliche Tarifmodelle.

Was beeinflusst den Tarif?

Es gibt grundsätzlich mehrere Komponenten, welche den Handy-Tarif entscheidend beeinflussen. Dazu zählen die Art der Telefonie, die Zahl der versendeten SMS, das verwendete Datenvolumen, die jeweilige Vertragsdauer und die Nutzung von Zusatzoptionen. Bei der Telefonie ist entscheidend, ob nur im Inland oder auch ins Ausland telefoniert wird. Bei Auslandtelefonaten fallen in vielen Fällen Roaming-Gebühren an. Die meisten Anbieter haben sich darauf aber bereits tariflich eingestellt. Auch eine EU-weite Norm wurde mittlerweile eingeführt.

Wer sich für ein bestimmtes Tarifmodell entscheiden will, sollte sich überlegen, wie sein persönliches Telefonier-Verhalten aussieht. Bei den Tarifen gibt es die Möglichkeit, nach Minuten oder nach Freiminuten abzurechnen sowie nach einer Flatrate. Bei den SMS gibt es oft Pakete, die von den Mobilfunkbetreibern angeboten werden. Dabei kann eine bestimmte Anzahl an SMS kostenlos verschickt werden.

Bei Smartphones ist vor allem das Datenvolumen entscheidend. Es beinhaltet jene Datenmenge, die man benötigt, um im Internet zu surfen oder Downloads vorzunehmen.

Die Vertragsdauer kann ebenfalls den Tarif beeinflussen. Bei längerer Vertragsbindung telefoniert man meistens günstiger. Wer keine Vertragsbindung haben will, greift einfach auf ein sogenanntes Prepaid-Handy zurück. Dieses Mobiltelefon wird mittels Prepaid-Guthaben aufgeladen. Man telefoniert damit so lange, bis das Guthaben aufgebraucht ist.

Einige Mobilfunkbetreiber bieten auch Zusatzpakete an. Das können Musikstreamingdienste sein oder eigene zusätzliche Datenpakete. Auf alle Fälle lohnt sich bei der Anschaffung eines Handys ein Tarifvergleich. Zahlreiche Internetplattformen bieten diesen an.

Auslandstarife und Roaminggebühren

Seit 15. Juni 2017 ist das sogenannte Roaming Schnee von gestern. Durch eine EU-Verordnung wurde diese Tarifform endgültig abgeschafft.

Was ist Roaming?

Unter diesem Begriff versteht man die Möglichkeit, mit dem Netz des eigenen Mobilfunkbetreibers über ein Netz eines ausländischen Betreibers zu kommunizieren. Das unterscheidet das Roaming auch von der Auslandstelefonie. Beim Roaming benutzt man seinen eigenen Handytarif im Ausland, während man bei der Auslandstelefonie über seinen eigenen Handytarif ins Ausland telefoniert. Und hier wurde das Roaming nicht abgeschafft. Wenn man beispielsweise von Deutschland nach Österreich telefoniert, so können trotzdem Gebühren anfallen. In manchen Fällen wäre es also theoretisch vorteilhafter, ins Ausland zu fahren, um dort nach Hause zu telefonieren.

Die Roaminggebühren orientieren sich nach den jeweiligen Roamingzonen. Die EU bildet dabei die erste Zone. Dazu zählen alle EU-Staaten sowie Norwegen, Liechtenstein und Island. Je weiter das Land vom Heimatland entfernt ist, desto höher werden auch die Kosten für ein Telefonat. Durch die Abschaffung der Roaminggebühren wurde also nur das Telefonieren innerhalb der Europäischen Union günstiger. Wenn man in die USA telefoniert, so kann man trotzdem kräftig zur Kasse gebeten werden. Im Zeitalter des Internets gibt es aber alternative Kommunikationsmethoden.

Gefahren durch Software

Handys bergen auch Gefahren in sich. Das betrifft in erster Linie die Software. Ein modernes Smartphone ist mit einem herkömmlichen Computer vergleichbar. Softwarefehler oder Viren und Trojaner können auch hier Schaden anrichten.

Das Betriebssystem als Gefahrenquelle

Die größte Gefahrenquelle bei Smartphones geht vor allem vom Betriebssystem selbst aus. Bei Computern laufen Virenschutzprogramme stets im Hintergrund. Bei den Handysystemen ist das jedoch nicht der Fall. Rein technisch wäre zwar auch hier ein effektiver Virenschutz möglich, doch der hohe Energieverbrauch spricht dagegen. Der Akku wäre in zu kurzer Zeit aufgebraucht. In der Regel sind jene Betriebssysteme am meisten von Schadsoftware betroffen, die am meisten verbreitet sind. Schützen kann man sich, indem man die Zugriffsrechte heruntergeladener Apps einschränkt. Auch die Installation eines Virenschutzprogramms ist auf dem Smartphone durchaus möglich. Dies scheitert nicht unbedingt an den technischen Voraussetzungen, sondern an der Gleichgültigkeit der Handybesitzer. Die meisten, die über ein Handy verfügen, sehen dieses als Telefon an und nicht als Minicomputer. Deshalb ist hier Aufklärung notwendig. Die Handyhersteller könnten dabei mit einer eingeblendeten Sicherheitsinformation hilfreich zur Seite stehen. Viele Produzenten wollen mit dieser Maßnahme jedoch nichts zu tun haben, um Kunden bei Kauf eines Smartphones nicht zu verunsichern.

Derzeit ist die Zahl der Schadsoftware auf Smartphones eher gering. Trotzdem gibt es in der Onlinesicherheit Lücken. Vor allem Android ist von Schadsoftware am häufigsten betroffen, da hier der Marktanteil am höchsten liegt und Hacker dadurch am meisten profitieren. Schadprogramme werden zumeist durch den Download von Apps auf das Handy geladen. Auch Spiele, die gratis angeboten werden, können Schadsoftware enthalten. Der beste Schutz ist also, sich genau zu überlegen, welche Anwenderprogramme man auf sein eigenes Handy lädt und welche nicht.

Die veränderte Telefonwelt

In Deutschland ist es nun rund zwanzig Jahre her, dass der Telefonmarkt für alle Anbieter freigegeben wurde. Davor gab es sechs unterschiedliche Tarife beim Telefonieren. Die Kosten für das Telefonieren waren sowohl von der Dauer und dem Ziel des Anrufs als auch von der Anrufzeit abhängig. Erst durch die Liberalisierung wurden neue Tarife eingeführt.

Vom Festnetz zum Mobilfunk

Vor einigen Jahrzehnten telefonierte man noch mit Festnetzanschlüssen. Der Telefonhörer war damals noch mit einem Kabel an das Telefon angeschlossen. Pro Haushalt gab es maximal einen Telefonanschluss. Beim Telefonieren war man ortsgebunden, und wenn niemand zu Hause war, erreichte der Anruf niemanden. Erst durch die Erfindung des automatischen Anrufbeantworters konnten Nachrichten hinterlassen werden.

Heute besitzt fast jeder ein Handy. Handys sind zu nützlichen Begleitern geworden. Jeder ist jederzeit erreichbar und auf dem Handy kann man auch sehen, wer angerufen hat. Dies war bei den Festnetzanschlüssen nicht möglich. Heute erfüllen das Handy und das Smartphone auch Zusatzfunktionen, wie das Surfen im Internet. Das Telefon ist zu einem Universalwerkzeug geworden. Einen Vorteil besitzt das Handy gegenüber einem Festnetzanschluss. Man kann es jederzeit ausschalten. Und auch in der Kriminologie spielt das Handy eine Rolle, beispielsweise bei der Ortung von flüchtigen Straftätern.

Schnittstellen und Ladegeräte

Ein Mobiltelefon verfügt in der heutigen Zeit über mehrere Schnittstellen. Diese dienen in erster Linie der Datenübertragung auf andere Geräte sowie zur Verbindung mit dem Internet. Die meisten dieser Schnittstellen sind kabelgebunden. Die Infrarottechnologie war eine Alternative, wurde jedoch durch das Aufkommen neuer kabelloser Technologien allmählich wieder vom Markt verdrängt.

Modem

Die gängigen Smartphones haben mindestens ein Modem. Mit diesem Modem erfolgt die direkte Kommunikation zwischen dem Mobilfunknetz und dem Handy. Außerdem kann mithilfe des Modems auf das Internet zugegriffen werden. Viele Hersteller bauen dafür jedoch ein zweites Modem ein.

USB-Schnittstellen

Alle Handys haben ein oder mehrere USB-Schnittstellen. Diese werden in erster Linie für die Übertragung von Daten auf den PC oder andere Computer verwendet. Zudem können damit Fotos, die auf dem Handy gespeichert sind, auf den Computer heruntergeladen werden. Modelle älteren Baujahrs verfügen noch über USB-Schnittstellen für digitales Handyzubehör oder für die Halterung in Kraftfahrzeugen. Darüber hinaus gibt es noch Anschlüsse für das Ladegerät. Diese Verbindung kann ebenfalls in Form eines USB-Anschlusses vorliegen.

Audioschnittstellen

Viele der modernen Smartphones besitzen Audio- oder Videoschnittstellen. Damit können Kopfhörer an das Handy angeschlossen werden. Eine Audioschnittstelle besteht meist aus einem 3,5-mm-Klinkenanschluss. Eine Videoschnittstelle liegt meist in Form einer Mini-HDMI-Verbindung vor.

Ladegeräte

Die Ladegeräte werden von verschiedenen Herstellern angeboten und unterscheiden sich deshalb auch voneinander. Seit 2010 gibt es allerdings eine einheitliche Form des USB-Anschlusses für alle Ladegeräte. Nur Apple bietet ein eigenständiges System an. Seit dem Jahr 2016 findet man auf den Smartphones auch den sogenannten Mikro-USB-Anschluss. Seit 2017 müssen laut EU-Verordnung aber alle Smartphones und Tablet-PCs mit einem einheitlichen Ladegerät ausgestattet werden. Durch diese Standardisierung will man das Angebot auf dem Markt vereinheitlichen, um Konsumenten nicht zu verwirren.